Am 24. Juni 2026 hat second bau gemeinsam mit dem Bauwendehof die Mitglieder des Düsseldorfer Klimapakts vor Ort empfangen. Im Rahmen einer Roadshow mit ausgewählten Projekten aus dem Klimapakt-Netzwerk kamen rund 45 Teilnehmende aus Wirtschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft zusammen, um Einblicke in zirkuläres Bauen, ReUse und aktuelle Transformationsansätze im Bausektor zu erhalten.

Zu Beginn gab es eine inhaltliche Einführung in die Vision eines regenerativen und zirkulären Bauens. Dabei wurde deutlich, warum die gebaute Umwelt als wertvolle Ressource verstanden werden muss und welche Rolle selektiver Rückbau, Wiederverwendung und neue Materialkreisläufe für eine ressourcenschonende Baupraxis spielen. Anschließend wurden konkrete Praxisbezüge aus Düsseldorf vorgestellt: der Bauwendehof als  Verknüpfungspunkt für die Werkstatt für zirkuläres Handwerk und das ansässige Unternehmen urselmann Interior, das geförderte Forschungsprojekt second bau mit seinem entstehenden Bauteillager sowie weitere Hochschulprojekte und Initiativen im Kontext nachhaltiger Stadt- und Bauentwicklung.

Im Anschluss konnten die Teilnehmenden die Ansätze direkt vor Ort kennenlernen. Gezeigt wurde unter anderem das Lager von second bau, das derzeit am Bauwendehof aufgebaut wird. Dabei ging es um die entstehende Lagerlogistik, digitale und physische Projektprozesse, Rückbaupotenziale, Prototypenentwicklung sowie um konkrete Produkt- und Materialflüsse. Auch erste Umsetzungsbeispiele machten sichtbar, wie Bauteile aus Rückbauprozessen erfasst, geprüft, aufbereitet und perspektivisch wieder in neue Projekte überführt werden können.

Darüber hinaus erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die bestehenden Räumlichkeiten des Bauwendehofs. Vorgestellt wurden vorhandene Lagerstrukturen, Werkstattbereiche, Aufbereitungsschritte und praktische Arbeitsprozesse rund um zirkulären Innenausbau und handwerkliche Wiederverwendung. So wurde erlebbar, wie aus Materialien, die andernorts häufig als Reststoff betrachtet werden, neue Anwendungen entstehen können.

Der gemeinsame Nachmittag bot viele wertvolle Gespräche, fachliche Rückfragen und neue Anknüpfungspunkte. Besonders deutlich wurde, wie groß das Interesse an konkreten Lösungen für zirkuläres Bauen ist – und wie wichtig Orte sind, an denen Material, Handwerk, Planung, Forschung und kommunale Praxis zusammenkommen.