Wie groß ist der Anteil des Bauwesens an den weltweiten CO₂-Emissionen? Und welche Gebäude in Düsseldorf sollen in den kommenden Jahren abgerissen werden? Bei der Nacht der Wissenschaft brachte second bau diese Fragen mitten in die Stadt und mit ganz unterschiedlichen Menschen ins Gespräch.

Mit einem interaktiven Aktionsstand stellte second bau das Projekt und seine Arbeit rund um Urban Mining, selektiven Rückbau und die Wiederverwendung von Bauprodukten und Materialien vor. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich die gebaute Umwelt als wertvolle Ressource verstehen lässt und was notwendig ist, um Bauteile möglichst lange im Kreislauf zu halten.

Der offene Rahmen der Veranstaltung ermöglichte Gespräche mit Wissenschaftsinteressierten, Kindern und Jugendlichen, Studieninteressierten sowie Menschen ohne fachlichen Bezug zum Bauwesen. Dadurch entstanden sehr unterschiedliche Perspektiven auf den Umgang mit Gebäuden, Materialien und zukünftigen Rückbauvorhaben.

Ein interaktives Kartenspiel mit Quizfragen zu CO₂-Emissionen lud die Besucher*innen dazu ein, verschiedene Bereiche und Aktivitäten einzuschätzen. Die Ergebnisse wurden anschließend gemeinsam eingeordnet und diskutiert. Auf diese Weise konnten Zahlen und Zusammenhänge spielerisch und niedrigschwellig vermittelt werden.

Zudem konnten Besucher*innen auf separaten Karten Gebäude festhalten, die in Düsseldorf zukünftig abgerissen oder umgebaut werden sollen. Damit wurde lokales Wissen gesammelt und die Frage aufgeworfen, welche Orte frühzeitig auf wiederverwendbare Bauteile und Materialien untersucht werden sollten. Die Hinweise können erste Anknüpfungspunkte für mögliche Rückbauprojekte und Urban-Mining-Potenziale liefern.

Die Gespräche zeigten, dass zirkuläres Bauen nicht nur ein Thema für die Fachwelt ist. Viele Besucher*innen brachten eigene Erfahrungen, Fragen und Beobachtungen ein. Die Nacht der Wissenschaft bot damit einen passenden Rahmen, um second bau als Ansprechpunkt für zirkuläres Bauen bekannt zu machen, wissenschaftliche Inhalte verständlich zu vermitteln und neue Perspektiven aus der Stadtgesellschaft aufzunehmen.